Welche Spiegelreflexkamera ist die besste?

Februar 4th, 2011

Die Frage ist schon mal deutlich exakter als deine letzte :-)
Wobei sich die Frage nach “besser” auch nur eingeschränkt beantworten lässt..

Einfach mal technisch gesehen: Die EOS 300D war die allererste digitale Spiegelreflex für den Amateurmarkt von Canon, die 350D ist der Nachfolger. Da die 300D von den Funktionen noch sehr eingeschränkt ist und auch in der Bildquali nicht ganz mit der 350D mit hält: Ganz klar die neuere 350D.
Bei der 10D zur 20D ist es noch wesentlich deutlicher: Die 10D hat den selben Sensor wie die 300D, die 20D ist gegenüber ihrer Vorgängerin (10D) eine komplett neue Kamera: Im Design und der Bedienung zwar fast gleich aber mit nagelneuem, bis ISO 1600 sehr rauscharmen 8,2 Mp Sensor, deutlich bessere Farb- und Kontrastwiedergabe, höhere Serienbildgeschwindigkeit, auch für EF-S Objektive geeignet (die passen nicht an die 10D, starke Weitwinkelobjektive von Canon passen daher erst ab der 20D; bei der 300D/350D passen sie ebenfalls) und einiges mehr. Gerade in der Bildqualität gilt sie in der Klasse heute noch als Referenz. Selbst die Nachfolgemodelle 30D und 40D sind eher Modellpflege mit ein paar kleinen Verbesserungen aber nicht wirklich neu, erst die aktuelle (und rund 900,- € teure) 50D kann man wieder als Sprung nach vorne bezeichnen.

Die dreistelligen EOS (von der 300D bis zu den aktuellen 450D und 500D) sind Einsteigermodelle, die zweistelligen (schon ab dem “Urmodellen” D30/D60 bis heute die 50D) gehören eher in die gehobene Amateur- bzw. Semiprofi-Klasse. Die Unterschiede sind da schon deutlich:
- dreistellige haben ein Kunsstoffgehäuse und sind etwas kleiner. Die zweistelligen haben ein Magnesiumgehäuse, sind also stabiler aber auch schwerer und sind etwas größer
- die 10D/20D usw. haben ein großes und ein kleines (oberes) Display sowie ein großes Daumen- und ein kleines Fingerrad zum schnellen Ändern der Einstellungen. Bei den “kleinen” gibt es nur das hintere Display, Einstellungen erfolgen zum großen Teil über das “Mäuseklavier” (Menüsteuerung über kleine Tasten).
- Zweistellige EOS haben einen deutlich schnelleren Autofokus (die 20D gegenüber den anderen auch mehr AF-Zellen) und eine höhere Serienbildgeschwindigkeit. Deshalb waren 10D und 20D lange Zeit DIE Standardkameras für Sportreporter.
- Die EOS 20D erlaubt max. ISO 3200 (da rauscht es aber schon deutlich), bis ISO 1600 ist die Bildqualität einwandfrei. Bei den anderen drei ist bei ISO 1600 Schluß, brauchbar sind die Bilder aber höchstens bis ISO 800. Da wird’s z.B. in Kirchen oder bei beginnender Dämerung schon eng..
-deutlich größerer und hellerer Sucher
- erweiterte Individualfunktionen im Menü
und noch einiges mehr.

Wenn du eine Kamera willst, die für die nächsten Jahre mehr als genügt, eine auch für heutige Ansprüche sehr hohe Bildqualität aufweist, robust ist und professionelle Funktionen und Bedienkomfort bietet: Ganz klar die EOS 20D
Wenn du lieber was kleineres und leichtes haben willst, mit relativ einfacher Menüstruktur, sicher nicht die schlechteste Bildquali und du sowieso schon davon ausgehst, dass du dir in 2-3 Jahren eine Neue zulegen willst, dann nimm die 350D.

Beide bekommst du bei Ebay oft im Kit angeboten mit dem EF-S 18-55. Das Objektiv mag zwar nicht das beste der Welt sein, für den Anfang ist es aber völlig OK. Besser als die Minilinsen einer Kompaktkamera ist es auf jeden Fall :-)
In deiner anderen Frage hast du als Obergrenze 450,- angegeben, da wäre dann sogar noch ein Tamron 70-300 Teleobjektiv mit drin.. Und Ersatzakku, Speicherkarte (mind. 4GB, sonst wird’s knapp) und Tasche. Damit hättest du eine gute Startausrüstung. Fehlt nur noch eines – das Wichtigste: Grundwissen! Ohne läuft mit einer Spiegelreflex nicht viel. Deshalb: Gutes Buch zur Fotografie (John Hedgecoe: “Einfach fotografieren”), online schlau machen ( http://www.fotolehrgang.de ) usw.

Viel Spaß!
Ciao :-)

@ Falcon: :-) ))
Wobei das jetzt eine Steilvorlage für Markenkrieg ist: Manche halten Leica für besser – und keine von beiden kommt an eine Red ONE ran! *lach*

Passend:

  1. Welche digitalen Fotoapparate unter € 800.- könnt ihr empfehlen? Marke und Produktname? Canon EOS 300D … ich hab mit meiner sehr viel Spaß und sie leistet so Einiges. Ob die Verbesserungen der 350D nötig sind, weiß ich nicht und die 1000D ist schon einen Schritt weiter in den Amateurbereich … mein persönlicher Favourite: EOS 300D Tags:Fotoapparate, Marke,...
  2. Canon Eos 450 oder 350 D besser? Ganz so stimmt das nicht: Die Modellbezeichnungen bei Canon sind aufgeteilt in einstellige (EOS 5D, 1D und seit neuestem 7D) als Profiklasse, zweistellige (EOS 10D bis 50D) als Semiprofi- bzw. gehobene Amateurklasse und den dreistelligen (EOS 300D bis 500D) als Einsteigerklasse. Bei den zwei- und...
  3. Welche Spiegelreflexkamera ist Leistungsmäßig besser? Hallo definitiv die EOS 1000d Die EOS 400d ist der Nachfolger der EOS 350d, das war kein sonderlich großer Fortschritt (ausser vielleicht das größere Display) Die EOS 1000d hat eindeutig die bessere Bildqualität und ein deutlich besseres Rauschverhalten bei höheren ISOs. Immwer wieder der Hinweis...
  4. Passen die ‘alten’ Canon Objektive auf die neue Canon Spiegelreflexkamera? Analoge passen auf analoge Kameras Gigitale passen nicht auf analoge Kameras Digitale passen auf digitale Kameras Analoge passen nicht auf digitale Kameras Beispielsweise passen analoge EOS Objektive (mechanisch) auf EOS Digitalkameras von CANON. Optisch passen sie aber nicht zu dem anderen Bild-System. Also, Du musst...

Kategorien: Allgemein

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RSS Kommentare7 Kommentare

  1. Noname

    So pauschal kann man das nicht beantworten. Kommt immer darauf an, was du genau damit machen willst.

  2. Jolantha

    Die Nikon D 90 ist auch top und bezahlbar ( je nach finanziellem Rahmen)
    Für Dich würde es sich lohnen Testberichte zu lesen ( die gibts manchmal auch bei der Online-Seite der Chip) um herauszufinden, was Deinen eigenen Bedürfnissen am Gerechtesten wird.

  3. jkv

    Das mit dem Nagel in die Wand hauen ist doch wenigstens eine Aussage. Warum hast Du nicht geschrieben, was Du damit machen möchtest? Willst Du sie zerlegen und angucken??

    Fotografieren hat was mit Kunst zu tun, weniger mit Technik. Alle diese Modelle sind auf ihre Weise gut. Sicher kann man den Zusammenhang herstellen, wenn Du Dir eine neueres Modell kaufst das noch dazu teurer ist, dann kannst Du auch mehr an Qualität verlangen. Aber für die wirkliche Qualität des späteren Fotos ist immer noch der hinter der Kamera zuständig, weniger das Teil selbst.

    Und wo bleibt bitte die Frage nach dem Objektiv? wenigstens ein Fitzelchen Hinweis? Ich bin verzweifelt – wenn die Kamera das Herz der Ausrüstung ist dann ist das Objektiv die Seele davon! Oder willst Du eines von diesen Kits kaufen, einmal aufschrauben und drauf für alle Ewigkeit festrosten lassen??

    Kaufe Dir lieber ein kleineres Kameramodell und dann ein oder zwei bessere Objektive dazu. Sonst wirst Du das Leistungsvermögen der Geräte nicht ausschöpfen.

    Nimm die Teile in die Hand und fühle sie. Probier das Menü durch ob Du klarkommst/klarkommen willst mit den Optionen die da so sind. Schau nach einem nicht zu großem Teleobjektiv mit guter Abbildungsleistung. Dazu eine Festbrennweite um die 50 mit guter Anfangsblende.
    Vergiss den Automatik-Mist der auch hier oft zu finden ist. Das sind keine gottlosen Knipsen! Gehe in den Buchhandel und gucke Dir Bücher über Fotografieren an. Kaufe Dir eines oder zwei. Lese, begreife, lerne. probiere. Licht, Farben, Stimmungen, Objekte – das ist das Wesentliche.

    “Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht.” Georg IR B. …

  4. verliebterHund

    Die Frage ist schon mal deutlich exakter als deine letzte :-)
    Wobei sich die Frage nach “besser” auch nur eingeschränkt beantworten lässt..

    Einfach mal technisch gesehen: Die EOS 300D war die allererste digitale Spiegelreflex für den Amateurmarkt von Canon, die 350D ist der Nachfolger. Da die 300D von den Funktionen noch sehr eingeschränkt ist und auch in der Bildquali nicht ganz mit der 350D mit hält: Ganz klar die neuere 350D.
    Bei der 10D zur 20D ist es noch wesentlich deutlicher: Die 10D hat den selben Sensor wie die 300D, die 20D ist gegenüber ihrer Vorgängerin (10D) eine komplett neue Kamera: Im Design und der Bedienung zwar fast gleich aber mit nagelneuem, bis ISO 1600 sehr rauscharmen 8,2 Mp Sensor, deutlich bessere Farb- und Kontrastwiedergabe, höhere Serienbildgeschwindigkeit, auch für EF-S Objektive geeignet (die passen nicht an die 10D, starke Weitwinkelobjektive von Canon passen daher erst ab der 20D; bei der 300D/350D passen sie ebenfalls) und einiges mehr. Gerade in der Bildqualität gilt sie in der Klasse heute noch als Referenz. Selbst die Nachfolgemodelle 30D und 40D sind eher Modellpflege mit ein paar kleinen Verbesserungen aber nicht wirklich neu, erst die aktuelle (und rund 900,- € teure) 50D kann man wieder als Sprung nach vorne bezeichnen.

    Die dreistelligen EOS (von der 300D bis zu den aktuellen 450D und 500D) sind Einsteigermodelle, die zweistelligen (schon ab dem “Urmodellen” D30/D60 bis heute die 50D) gehören eher in die gehobene Amateur- bzw. Semiprofi-Klasse. Die Unterschiede sind da schon deutlich:
    - dreistellige haben ein Kunsstoffgehäuse und sind etwas kleiner. Die zweistelligen haben ein Magnesiumgehäuse, sind also stabiler aber auch schwerer und sind etwas größer
    - die 10D/20D usw. haben ein großes und ein kleines (oberes) Display sowie ein großes Daumen- und ein kleines Fingerrad zum schnellen Ändern der Einstellungen. Bei den “kleinen” gibt es nur das hintere Display, Einstellungen erfolgen zum großen Teil über das “Mäuseklavier” (Menüsteuerung über kleine Tasten).
    - Zweistellige EOS haben einen deutlich schnelleren Autofokus (die 20D gegenüber den anderen auch mehr AF-Zellen) und eine höhere Serienbildgeschwindigkeit. Deshalb waren 10D und 20D lange Zeit DIE Standardkameras für Sportreporter.
    - Die EOS 20D erlaubt max. ISO 3200 (da rauscht es aber schon deutlich), bis ISO 1600 ist die Bildqualität einwandfrei. Bei den anderen drei ist bei ISO 1600 Schluß, brauchbar sind die Bilder aber höchstens bis ISO 800. Da wird’s z.B. in Kirchen oder bei beginnender Dämerung schon eng..
    -deutlich größerer und hellerer Sucher
    - erweiterte Individualfunktionen im Menü
    und noch einiges mehr.

    Wenn du eine Kamera willst, die für die nächsten Jahre mehr als genügt, eine auch für heutige Ansprüche sehr hohe Bildqualität aufweist, robust ist und professionelle Funktionen und Bedienkomfort bietet: Ganz klar die EOS 20D
    Wenn du lieber was kleineres und leichtes haben willst, mit relativ einfacher Menüstruktur, sicher nicht die schlechteste Bildquali und du sowieso schon davon ausgehst, dass du dir in 2-3 Jahren eine Neue zulegen willst, dann nimm die 350D.

    Beide bekommst du bei Ebay oft im Kit angeboten mit dem EF-S 18-55. Das Objektiv mag zwar nicht das beste der Welt sein, für den Anfang ist es aber völlig OK. Besser als die Minilinsen einer Kompaktkamera ist es auf jeden Fall :-)
    In deiner anderen Frage hast du als Obergrenze 450,- angegeben, da wäre dann sogar noch ein Tamron 70-300 Teleobjektiv mit drin.. Und Ersatzakku, Speicherkarte (mind. 4GB, sonst wird’s knapp) und Tasche. Damit hättest du eine gute Startausrüstung. Fehlt nur noch eines – das Wichtigste: Grundwissen! Ohne läuft mit einer Spiegelreflex nicht viel. Deshalb: Gutes Buch zur Fotografie (John Hedgecoe: “Einfach fotografieren”), online schlau machen ( http://www.fotolehrgang.de ) usw.

    Viel Spaß!
    Ciao :-)

    @ Falcon: :-) ))
    Wobei das jetzt eine Steilvorlage für Markenkrieg ist: Manche halten Leica für besser – und keine von beiden kommt an eine Red ONE ran! *lach*

  5. Falcon

    Hasselblad – aber weil der Preis etwas abschreckend ist, würde ich doch lieber auf Empfehlungen meiner Vorredner zählen.

  6. Casino 1274833450

    Casino 1274833450…

    Casino 1274833450…

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